Ein moderner öffentlicher Platz mit einer architektonisch einzigartigen Holzskulptur, umgeben von Menschen, die sich entspannen, spielen und spazieren gehen, mit einigen Vögeln und Bäumen im Hintergrund bei Sonnenuntergang.

MEXICO PAVILION

Project / Projekt:
Competition Pavilion in Mexico/ Wettbewerb Pavilion Mexiko

Year / Jahr:
2024

Status:
Wettbewerb / Competition

Typ:
Pavilion

Location / Ort:
Mexico

Project Description
This proposal for the MEXTRÓPOLI Pavilion 2024 explores how a very small architectural intervention can create a strong spatial and urban presence through a single continuous gesture. Conceived for the Historic Center of Mexico City, the pavilion was required to function not only as a temporary structure, but as an active public space capable of attracting citizens and supporting discussion around architecture and the city. Reusability and recyclability were fundamental requirements of the competition.

The proposal responds with an intentionally reduced idea: one surface becomes wall, roof, threshold, enclosure and sculpture at the same time. Rather than assembling several independent architectural elements, the pavilion develops from a single linear form that bends and transforms to generate different spatial conditions. The project therefore seeks to achieve the greatest possible spatial effect with the minimum amount of architectural material.

The formal development begins with the most elementary architectural element: a wall. As shown in the concept sequence on the competition panel, this straight surface is first extruded, then shifted and rotated until it begins to rise and fold over itself. Through these simple transformations, the wall gradually becomes a portal and roof. The final geometry is refined into a flowing structure whose edges open toward the surrounding public space while its centre contracts to define a more intimate threshold.

This transformation allows one continuous element to generate a surprising variety of experiences. From one direction the pavilion appears almost like a freestanding wall; from another, it becomes a gateway. Elsewhere, the curved surfaces form sheltered niches and partially enclosed spaces. The architecture therefore changes according to the visitor‘s position and movement around it. There is no conventional front or back: instead, the pavilion functions as an object that can be approached and occupied from multiple directions.

The central opening forms the project‘s most recognizable moment. Here, the two sides of the structure rise and move toward one another, creating an arch like passage beneath the continuous surface. This point acts simultaneously as entrance, meeting space and visual landmark. Rather than enclosing a conventional room, the pavilion defines space through curvature, compression and release.

The proposal deliberately maintains a high degree of openness. The curved wings frame different views toward the surrounding urban environment and create places where visitors can stop, gather or move through the pavilion.

Projektbeschrieb
Dieser Entwurf für den MEXTRÓPOLI-Pavillon 2024 untersucht, wie eine sehr kleine architektonische Intervention durch eine einzige, durchgehende Geste eine starke räumliche und städtebauliche Präsenz erzeugen kann. Der für das historische Zentrum von Mexiko-Stadt konzipierte Pavillon sollte nicht nur als temporäres Bauwerk fungieren, sondern als aktiver öffentlicher Raum, der Bürger anzieht und den Dialog über Architektur und Stadt fördert. Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit waren grundlegende Anforderungen des Wettbewerbs.

Der Entwurf reagiert darauf mit einer bewusst reduzierten Idee: Eine einzige Fläche wird zugleich zu Wand, Dach, Schwelle, Einfassung und Skulptur. Anstatt mehrere eigenständige architektonische Elemente zusammenzufügen, entwickelt sich der Pavillon aus einer einzigen linearen Form, die sich biegt und transformiert, um unterschiedliche räumliche Situationen zu schaffen. Das Projekt strebt somit eine größtmögliche räumliche Wirkung bei minimalem Einsatz von Baumaterial an.

Die formale Entwicklung beginnt mit dem elementarsten architektonischen Baustein: der Wand. Wie in der Konzeptdarstellung auf der Wettbewerbstafel veranschaulicht, wird diese gerade Fläche zunächst extrudiert und anschließend verschoben sowie gedreht, bis sie sich aufrichtet und über sich selbst faltet. Durch diese einfachen Transformationen wandelt sich die Wand schrittweise zu Portal und Dach. Die endgültige Geometrie wird zu einer fließenden Struktur verfeinert, deren Ränder sich zum umgebenden öffentlichen Raum hin öffnen, während sich das Zentrum verengt und einen intimeren Übergangsbereich definiert.

Diese Transformation ermöglicht es einem einzigen, durchgehenden Element, eine überraschende Vielfalt an Raumerlebnissen zu erzeugen. Aus einer Richtung betrachtet, wirkt der Pavillon fast wie eine freistehende Wand; aus einer anderen Perspektive erscheint er als Tor. An anderer Stelle bilden die geschwungenen Flächen geschützte Nischen und teilumschlossene Räume. Die Architektur verändert sich somit je nach Position und Bewegung des Besuchers. Es gibt keine konventionelle Vorder- oder Rückseite; vielmehr fungiert der Pavillon als Objekt, das aus verschiedenen Richtungen erschlossen und genutzt werden kann.

Die zentrale Öffnung bildet das markanteste Merkmal des Projekts. Hier erheben sich die beiden Seiten der Struktur und bewegen sich aufeinander zu, wodurch unter der durchgehenden Fläche ein gewölbeartiger Durchgang entsteht. Dieser Punkt dient zugleich als Eingang, Treffpunkt und visuelle Landmarke. Anstatt einen konventionellen Raum zu umschließen, definiert der Pavillon Raum durch Krümmung, Kompression und Weitung.